Die Inhaltsstoffe im Kakao schützen das Herz, stärken das Hirn und die Psyche, beugen Arthritis vor. Jetzt hat eine Forscherin herausgefunden, dass Schokolade auch noch schlank macht. Eine Amerikanerin, die zugibt, täglich Schokolade zu essen? Die kann man sich gut vorstellen. Groß, dick, ungesund wird sie sein. Doch Beatrice Golomb ist alles andere als das. Sie sieht völlig normal aus, normale Figur, normale Frisur, normales Lachen. Die Forscherin von der University of California aber sagt tatsächlich „Schokolade ist mein Lieblingsgemüse“. In der verteufelten Süßigkeit stecke so viel Gutes, dass man am besten jeden Tag ein paar Stückchen davon essen sollte.

Wenn Golomb das sagt, glaubt man ihr. Schließlich hat sie Belege. Sie hat mit ihrem Team etwa 1000 US-Amerikaner auf ihre Ernährungsweise und Gesundheit untersucht. Und entgegen allen Erwartungen zeigte sich, dass Schokoladenliebhaber schlanker sind als Menschen, die den zarten Schmelz verachten.

In den vergangenen Jahrzehnten sind Hunderte Studien zu den Gesundeffekten von Schokolade und Kakao erschienen. Viele geben einen detaillierten Einblick, welche Inhaltsstoffe in welcher Sorte enthalten sind und ob sie gut für den Körper sind. Die Hinweise verdichten sich, dass Herz, Gefäße, Gedächtnis und Psyche durch Kakao gestärkt werden. Es gibt sogar erste Ansätze, mit denen sich die potenziellen Gesundstoffe in den Kakaobohnen konzentrieren lassen. Aber kann die süße Sünde Gemüse tatsächlich Konkurrenz machen? Beatrice Golomb, die Wissenschaftlerin aus Kalifornien, will ihr Motto bei aller Ernsthaftigkeit zwar nicht als „Freifahrtschein für den kiloweisen Verzehr von Schokolade“ verstanden wissen. Aber die regelmäßigen Schoko-Esser sind nicht dick. Im Gegenteil: Sie sind sogar um zwei bis drei Kilogramm leichter als Schoko-Verweigerer. Dabei werden in den USA fast nur Vollmilchriegel verzehrt – und nicht die kalorienärmeren Bitterschokoladen.

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